Zum dritten Mal erhält die GLS den Preis als „Gute gesunde Schule“ und 15 000 Euro

Ausgezeichnet: Schülersprecher Julius Reimann zusammen mit Mitgliedern der Schulleitung bei der feierlichen Preisverleihung an die GLS. (Foto: Privat)

Der Schulentwicklungspreis „Gute gesunde Schule“ ist eine Initiative der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen und wird an Schulen in Nordrhein-Westfalen vergeben, die Gesundheitsförderung und Prävention in die Entwicklung ihrer Qualität integrieren, und ist mit einer Gesamtsumme von 500 Tausend Euro der höchstdotierte Schulpreis Deutschlands. Die Gesamtschule Leverkusen Schlebusch hatte sich wie dieses Jahr insgesamt landesweit über 170 Schulen beworben, gehört nun zu den ausgezeichneten Schulen und darf sich über eine Prämie über 15 Tausend Euro freuen. Dabei ist es nicht das erste Mal, sondern bereits 2008 und 2014 erhielt unsere Schule die begehrte Auszeichnung. Nun könnte man denken, dass dies ja auch kein Wunder sei, dass man wiederholt den Preis erhalte, wenn man gewisse Standards erfüllt, aber dies sei keineswegs ein Selbstläufer, wie Schulleiter Bruno Bermes erklärt: „Die Kriterien für bereits ausgezeichnete Schulen sind umso strenger. Man kann also sagen, dass die Messlatte damit viel höher liegt. Umso mehr freuen wir uns natürlich darüber, dass wir es geschafft haben, unsere Schule diesbezüglich erfolgreich weiterentwickelt und verbessert zu haben.“

Und tatsächlich ist der Bewertungsprozess, den Bewerberschulen durchlaufen müssen, sehr langwierig wie aufwändig und durchläuft insgesamt drei Phasen. Zunächst ist es Aufgabe der Schule, sich mittels eines Bewerbungsfragebogens in fünf Qualitätsbereichen des Schulentwicklungspreises, in den Grundlagen im Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie in schulischer Qualitätssicherung selbst einzuschätzen. Eine Auswahl an Schulen wird danach aufgefordert, diese Selbsteinschätzung auch mit zahlreichen Belegen zu dokumentieren: Fragebogen zu Qualitätssicherung, Schulprogramm, Prinzipien des Schulleitungshandels, Gefährdungsbeurteilung, Auswertung der Unfälle, Bestellung und Beschreibung der Aufgaben der Sicherheitsbeauftragten, etc.

Theaterstück über Mobbing und Deeskalationstraining „Stark im Konflikt“ an der GLS

 

Wie verhalte ich mich richtig? Die Theaterpädagogen übten mit den Klassen praxisnah, wie man Konflikte gewaltfrei löst. (Foto: Privat)

Es wird laut in der Aula der Gesamtschule, fünf unterschiedliche Charaktere stehen auf Tischen und spielen Szenen über Mobbing, Ausgrenzung und Vernachlässigung nach. Es ist so unruhig, weil viele Schüler irritiert sind und etliche laut lachen müssen, doch bereits nach kurzer Zeit sind die über 200 Schüler/innen des 7. Jahrgangs völlig ruhig. Sie erkennen die alltäglichen Situationen wieder und fühlen sich angesprochen, ihre Aufmerksamkeit ist geweckt. So wird beispielsweise eine Mobbingsituation im Klassenverband nachgestellt: Die Klasse mobbt eine Schülerin und als ein Mitschüler diese verteidigt, wird er selbst zum Opfer und verprügelt. Die Mitschülerin, die er vor einigen Minuten noch verteidigt hat, mobbt mit. Das Theaterstück „Tatverdächtige“ des Steimel-Menschner-Projekts, das in der Aula präsentiert wird, erhält im Anschluss lautstarken Beifall.  

Seit Jahren kooperiert die Gesamtschule erfolgreich mit dem Projekt, schließlich kennt jeder Schüler die Situation, dass man beleidigt wird. Dann stellt sich die Frage, wie reagiert man am besten darauf? Meistens gibt sich ein Wort das andere und schnell eskaliert der Streit. Doch soweit muss es gar nicht kommen und wie man sich am besten bei solchen verbalen Aggressionen verhält, das lernten die Schüler des siebten Jahrgangs bei einem Deeskalationstraining: Alternative Verhaltensweisen, richtige Reaktionen und Körpersprache innerhalb eines Konfliktes standen auf dem Stundenplan.

Nachdem das Theaterstück den Schauspielern einen Zugang zu den Schülern ermöglicht hat, steht ein gezieltes Training im Klassenverband an. Das Training beginnt mit einem Warm-Up und der Aufgabe, sich 30 Sekunden in die Augen zu schauen, ohne dabei zu lachen und weg zu schauen. Anschließend sollen die Schülerinnen und Schüler Augen schließen und dem Gegenüber sagen, welche Augenfarbe es hat.

 

Mobbing in der Aula: Das Theaterstück thematisierte realistisch, wie Mobbing entsteht.

Danach werden Konfliktsituationen und die richtigen Reaktionen mit Hilfe von Rollenspielen eingeübt. „Du bist hässlich“, heißt es von Marie. „Wenn du meinst“, kontert Lena. Neben den geeigneten Antworten lernten die Schüler eine gute Körpersprache und es wurde an klassenspezifischen Problemlagen gearbeitet. Gerade schwächere Heranwachsende bekommen somit das Rüstzeug, um im Alltag bestehen und eine starke Persönlichkeit herausbilden zu können. Als das Training vor dem Ende steht, geht ein Raunen durch die Klasse. So schlägt Fiona vor, auch noch die Pause zu nutzen und somit weiter üben zu können: „Das Training ging viel zu schnell vorbei und hat großen Spaß gemacht“.

Das Beratungsteam der Gesamtschule organisierte erneut dieses Projekt für den 7. Jahrgang mit der Unterstützung des Fördervereins der GLS sowie der Stiftung „Kompetenz im Konflikt“.

Schülerin Jennifer Keil berichtet von ihrer Zeit an der Deutschen Schülerakademie (DSA)

 

 

Ausgelassene Stimmung: Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Schülerakademie in Torgelow. (Fotos: Privat)

Die Schülerin Jennifer Keil des 13. Jahrgangs unserer Schule hatte das Glück, in den vergangenen Sommerferien an der Deutschen Schülerakademie (DSA) teilzunehmen. Jedes Jahr nehmen bundesweit etwa 650 Schülerinnen und Schüler daran teil und das Angebot steht für höchste Qualität und dient der Begabtenförderung, d.h. die verschiedenen Kurse richten sich an besonders interessierte, neugierige und leistungsfähige Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II.

Um teilnehmen zu dürfen, bedarf es einer Bewerbung und wer ausgewählt wird, darf sich glücklich schätzen. Wie man das schaffen kann, was man dort überhaupt macht und wieso es lohnenswert ist, seine Sommerferien an der Akademie zu verbringen, erklärt Jennifer Keil in dem folgenden Bericht über ihre interessante wie außergewöhnliche Zeit in Torgelow in Mecklenburg-Vorpommern unweit der polnischen Grenze. Wer nach dem Bericht Interesse hat, ebenfalls sich für die Deutsche Schülerakademie zu bewerben, wendet sich am besten an die dafür zuständige Kollegin Astrid Bedra und weitere Information gibt es natürlich auch im Internet unter https://www.deutsche-schuelerakademie.de.

„Hallo zusammen,

ich bin Jenny, 18 Jahre alt und Schülerin des 13. Jahrgangs unserer Schule. Ich durfte die letzten Sommerferien 16 Tage an der Deutschen Schülerakademie (DSA) in Torgelow teilnehmen. Im Folgenden möchte ich euch besonders den Ablauf an der DSA vorstellen, von meinen Erlebnissen berichten und erzählen, was die DSA so besonders macht.

Bei Kölner Schülerregatta schlugen sich die Teams der Gesamtschule sehr erfolgreich

Erfolgreiches Ruder-Team: Top-Platzierungen für die Gesamtschule. (Fotos: Privat)

Zum dritten Mal in Folge nahmen Schülerinnen und Schüler der GLS erfolgreich an der Kölner Schülerregatta teil. Und auch in diesem Jahr können sich die Platzierungen sehen lassen: Zweimal Gold, zweimal Silber sowie gute Leistungen bei der erstmaligen Teilnahme unserer Nachwuchsruderer Kilian Schulte und Paul Wendling im Einer bzw. Doppelzweier.

Dank der Teilnahme von Eva Luna Renner und Suraya de Sousa Ramos, die erst im Rahmen eines Rudercamps der Sportklasse das Rudern erlernt haben, konnte in diesem Jahr auch endlich wieder ein Mixed-Vierer mit Steuermann an den Start gehen. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich auch hier über ein tolles Ergebnis freuen: Zweiter Platz! Sportlehrer und Teambetreuer Klaas Tapper freute sich über die guten Leistungen der GLS und die Unterstützung durch den RTHC (Ruder Tennis Hockey Club Bayer Leverkusen): „Ein großer Dank gilt dem RTHC, der uns wie jedes Jahr mit Rat und Tat sowie mit Material zur Seite gestanden hat.“

Hier alle Ergebnisse im Überblick:

Doppelzweier (Jg. 01/02) mit Benno Bartel und Patrick Wittenberg: Platz 1

Kilian Schulte im Einer (Jg. 03 und jünger): Platz 4

Benno Bartel im Einer Jg. 01/02: Platz 1

Mixed-Doppelvierer m. St. (Jg. 03 und jünger) mit Suraya de Sousa Ramos, Eva Luna Renner, Kilian Schulte, Paul Wendling und Marvin Leber (St.): Platz 2

Doppelvierer m. St. (Jg. 01/02) mit Benno Bartel, Marvin Leber, Justin Soffa, Patrick Wittenberg und Eva Luna Renner (St.): Platz 2

Doppelzweier Jg. 03 und jünger mit Kilian Schulte und Paul Wendling: Platz 5

Im Rahmen des Sportfestes wurden besonders leistungsstarke Klassen der Schule geehrt

Besonders athletisch: Schülerinnen und Schüler, die sich bei den Kreis- und Kreismeisterschaften besonders erfolgreich geschlagen haben. (Foto: Privat)

Beim diesjährigen Sportfest war das Motto wieder „Höher, schneller, weiter!“ und bei strahlenden Sonnenschein gaben die Schüler der Jahrgänge 5 bis 9 alles, um möglichst viele Punkte für die Teilnehmer-, Sieger- und Ehrenurkunden zu sammeln. Oberstufenschüler sorgten mit dafür, dass alles reibungslos und fair ablief. Zum krönenden Abschluss gab es noch ein Ballspiel der etwas anderen Dimension, um die mitspielenden Lehrer und Schüler sowie die Zuschauer zum Lachen zu bringen. Anlässlich des Sportfestes wurden auch die Schülerinnen und Schüler geehrt, die besonders gute Ergebnisse bei den vorangegangen Stadt- und Kreismeisterschaften erlangten (siehe Foto oben!). In der Wettkampfklasse III (Jahrgang 2002 und jünger) schafften die Jungen der GLS den ersten Platz und die Mädchen den dritten Platz.

Ebenso wurde die 5g, die beim Ruderwettbewerb deutschlandweit die zweitschnellste Klasse wurde, mit einem lautstarken Beifall der vollen Zuschauertribüne gefeiert.

Die einzelnen Ergebnisse kann man hier noch einmal detailliert nachschauen:

http://www.zeitmess.de/download/ergebnislisten/2017-0608_ERG-Gesamt_Leverkusen-02.pdf

https://www.rudern.de/news/2017/die-schnellsten-klassen-deutschlands-2017-wurden-ermittelt-0

Weitere Eindrücke vom Sportfest gibt es in der Bildergalerie:

Aufführung des Literaturkurses begeisterte mit zeitgemäßer Interpretation des Stückes

Aktuelle Anspielungen bot die Inszenierung des Literaturkurses zahlreich. (Fotos: Krause)

Der nahezu unbesiegbare Held Siegfried, die Intrigen am burgundischen Hof des Königs Gunthers und der heimtückische Mord durch Hagen sowie Kriemhilds Rachefeldzug - das "Nibelungenlied" ist auch 800 Jahre nach der Niederschrift noch präsent und gehört weiterhin zum festen Repertoire auf deutschen Theaterbühnen. Doch bei der schwierigen Rezeptionsgeschichte dieses vermeintlichen „Nationalepos“ der Deutschen stellt sich bei jeder Inszenierung die Frage, wie man den Stoff zeitgemäß interpretiert. Denn die sprichwörtliche „Nibelungentreue“ ist spätestens seit der propagandistischen Vereinnahmung durch den Nationalsozialismus ein heikler Begriff. Diese schwierige Frage haben sich auch die mitwirkenden Schülerinnen und Schüler des Literaturkurses unter der Leitung ihres Lehrers Jens Reid gestellt und sich lange Gedanken gemacht, wie man das Stück zeitgemäß inszenieren könnte.

Das Ergebnis dieser Gedanken begeisterte in mehreren Aufführungen das Publikum, weil das Stück zugleich witzig, oft ironisch, teilweise zynisch und dann wieder nachdenklich ist. „Die Reaktion der Zuschauer war einfach nur toll und hat uns alle darin bestätigt, dass die vielen Ideen und die investierte Arbeit sich gelohnt haben“, freute sich der Schüler und Siegfried-Darsteller Tim Haufschildt über die durchwegs positiven Reaktionen und auch Literaturkurslehrer Jens Reid zeigte sich mehr als zufrieden: „Das ist für alle Beteiligten natürlich eine schöne Bestätigung für den vorausgegangenen Einsatz. Besonders schön fand ich dieses Jahr, wie intensiv und selbstständig sich die Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung des Stoffes mit eigenen Ideen eingebracht haben.“ Und auch Schulleiter Bruno Bermes war von der Aufführung beeindruckt: „Für die engagierte Arbeit, die weit über die normale Unterrichtszeit hinausging, kann man allen Beteiligten nur herzlich danken. Und die Inszenierung zeigt abermals, dass die Aufführungen des Literaturkurses fester Bestandteil des kulturellen Lebens unser Schule sind.“

 

Hier noch die Bilder der Aufführung als Galerie

Es folgt eine Rezension des Stückes

Festliche Titelverleihung im Schloss Morsbroich – Bienenprojekt und Weltcafé dabei

Viele prominente Zuhörer hatten die GLS-Vertreter: Jennifer Keil, Michelle Otter, Fynn Kozyk und Marlies Singendonk. (Foto: Privat)

Fairtrade-Produkte sind immer mehr auf den Vormarsch: Sei es Kaffee, Bananen oder Blumen, bei vielen Konsumenten sind immer stärker nicht nur der Preis, sondern die Produktionsbedingungen entscheidend, denn Billig-Preise gehen zu meist auf Kosten anderer, also der ärmeren Menschen in Entwicklungsländern. Dabei sind mittlerweile Fairtrade-Produkte in der Mitte der Gesellschaft angekommen, also bei vielen Konsumenten zunehmend gefragt. „Fair ist also, nicht billig einzukaufen, wofür andere teuer zahlen müssen!“ So fasste Manfred Holz, Fairtrade-Ehrenbotschafter, den Grundgedanken dieser Initiative im Schloss Morsbroich zusammen. Dort wurde die Stadt Leverkusen im festlichen Rahmen mit dem Titel „Fairtrade-Town“ ausgezeichnet. Oberbürgermeister Uwe Richrath nahm die Auszeichnung entgegen und beim Festakt war auch die Gesamtschule Leverkusen Schlebusch vertreten: Neben einem musikalischen Beitrag der Bläserklasse des sechsten Jahrgangs unter der Leitung von Annette Piel stellten Schülerinnen und Schüler der GLS unsere beiden Projekte „Bienen-AG“ und „Weltcafé“ vor.

Eine neuer Kunde für das Weltcafé: Kabarettist Wilfried Schmickler beim „Shoppen“. (Foto: Privat)

Seit mittlerweile einem Jahr werden im Weltcafé der GLS ausschließlich Fairtrade-Produkte zu fairen Preisen verkauft. Mit dem Erlös wird der Verein „Horizontes“ unterstützt, der diese Gelder sozialen und ökologischen Projekten in Nicaragua und Burkina Faso zukommen lässt. Geöffnet ist das Café in den Vormittagspausen und Mittagspausen und findet regen Anklang. Zusammen mit dem Eine-Welt-Verein betreibt das Bienenprojekt der GLS auch eigene Entwicklungshilfeprojekte. Die Hälfte aller dazu nötigen Kosten erwirtschaften die Schülerinnen und Schüler unter anderem mit dem Verkauf des Honigs aus der Schulimkerei. Auch im Lehrerzimmer der Schule wird ein fairer Kaffeestand von Schülerinnen und Schülern der Weltcafé-AG betreut.

„Mit dem Kauf von Fairtrade-Produkten leisten wir einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern“, erklärte Marlies Singendonk. Die Lehrerin, die zusammen mit weiteren Kollegen das Weltcafé leitet, stellte gemeinsam mit Jenny Keil (Jahrgang 12, Bienen-AG) und Michelle Otter (9a) sowie Fynn Kozyk (6e, beide Weltcafé) das Engagement der GLS und die eigene Projekt-Arbeit den zahlreichen Festgästen vor – mit Erfolg. Denn nach dem Festakt informierten sich viele Interessenten am Info-Stand wie beispielsweise der bekannte Kabarettist und Ehrengast Wilfried Schmickler, der daraufhin sogleich etwas kaufte. Am Ende der feierlichen Titel-Verleihung  waren sich schließlich alle Beteiligten trotz aller Fortschritte in einem Punkt einig, nämlich dass man sich auf dem Titel nicht ausruhen dürfe, wie auch Lehrerin Pia Barton vom „Weltcafé“ findet: „Wir haben schon viel erreicht, aber es liegt noch ein weiter Weg vor uns, um noch mehr Leute für das Thema zu sensibilisieren und dazu bewegen, vermehrt faire Produkte einzukaufen.“

Mittendrin Sabine Schiek, pensionierte Lehrer der GLS, die den Verein „Horizontes“ gründete. (Foto: Privat)

 

Rege Teilnahme bei Typisierungsaktion der Stefan-Morsch-Stiftung an der GLS

Speichelprobe für den guten Zweck: Viele Schülerinnen und Schüler machten mit. (Foto: Privat)

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Nach dieser Devise rief die Schülervertretung der Gesamtschule Schlebusch eine Aktion ins Leben, die im besten Falle Menschenleben retten kann. Unter dem Leitmotiv "Hoffen - Helfen - Heilen" bietet die gemeinnützige Stefan-Morsch-Stiftung seit fast 25 Jahren Hilfe für Leukämie und Tumorkranke. Hauptziel der Stiftung ist, Menschen zu motivieren, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. Daher sind nahezu täglich Teams der Stiftung in ganz Deutschland unterwegs, um bei "Typisierungsaktionen" über die Stammzellspende zu informieren und diese durchzuführen. Nach einem vorherigen Aufruf und genauer Erläuterung des Zwecks der Typisierung erklärten sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler bereit, an der Speichelprobe teilzunehmen.

Hauptsächlich ging die Initiative auf Stefan Radosevic (13. Jahrgang) zurück, der zusammen mit der Schülersprecherin Sakina Mouhammed den Kontakt zwischen Stiftung und Schule in die Wege leitete. Die durchgeführten Speichelproben werden auf bestimmte Gewebemerkmale untersucht und in anonymisierter Form ans Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) in Ulm weitergegeben. Falls die Gewebemerkmale mit weltweit registrierten Patienten übereinstimmen, wird der potentielle Spender oder die potentielle Spenderin kontaktiert. Mit derer oder dessen Zustimmung finden dann weitere Untersuchungen und gegebenenfalls auch eine Stammzellenspende statt. Vom Einsatz und von der Hilfsbereitschaft der Schüler zeigte sich Schulleiter Bruno Bermes tief beeindruckt: „Ein vorbildliches Engagement seitens der Schülervertretung, das im wahrsten Sinne des Wortes Schule machen sollte.“

Schüler der 7e veranstalteten Workshop zur Nutzung neuer Medien im Unterricht

Lernen mit Tablets: Schülerinnen und Schüler der 7e zeigten, wie es funktioniert. (Foto: Privat)

Kinder und Jugendliche wachsen in einer Welt rapiden Medienwandels auf und neben den bekannten Gefahren des alltäglichen Medienkonsums birgt dieser auch Chancen im Bereich des schulischen Lernens. In Leverkusen bieten viele Akteure wie Stadtbibliothek, Kunstgruppen, Kommunales Kino, Schulen etc. eine große Zahl von Angeboten der Mediennutzung und Bildung an, ohne dass diese den Bürgern und selbst den Bildungseinrichtungen in ihrer Breite bekannt werden. Ein Fachtag brachte erstmalig wichtige Medienplayer eines breiten gestarteten „Netzwerks Medienbildung“ auf die öffentliche Bühne. Mit dabei waren auch Schülerinnen und Schüler der Klasse 7e der Gesamtschule Leverkusen Schlebusch, die einen Workshop im Forum Leverkusen veranstalteten, bei dem Fachleute und „Zaungäste“ sich von dieser Form des Lernens in der digitalen Welt einen anschaulichen Eindruck verschaffen konnten.

Der siebte Jahrgang der GLS benutzte für den Modellversuch „Lernen in Projekten“ Notebooks (Tablets mi Tastatur) für die Recherche im Internet. Der Förderverein finanzierte für rund 8.000 Euro 16 Tablets und den passenden Rollschrank, der auch als Ladestation fungiert. Die Stadtverwaltung hat dafür alle Klassenräume mit dem Schulserver AIX vernetzt. Über einen mobilen Rooter gelangen die Schülerinnen und Schüler so ins Internet. So hatten die Lerngruppen ideale Möglichkeiten, um in arbeitsteiligen Gruppen individuell die zu bearbeitenden Themen zu recherchieren. Wie sie genau dabei vorgingen und was dabei zu beachten ist, wenn man diese moderne wie offene Form des digitalen Lernens anwendet, zeigten die Schülerinnen und Schüler interessierten Zuschauern und erklärten bereitwillig deren Fragen.

Gesamtschul-Projekt eröffnet feierlich einen Bienen-Baum-Parcours auf der Balkantrasse

Reges Interesseam Projekt herrschte bei der Eröffnungsfeier. (Fotos: Privat)

Wie wichtig der Zusammenhang zwischen Bäumen und Bienen ist, dies erfährt man ab sofort beim neueröffneten Bienen-Baumparcours auf der Balkantrasse. Für die Schüler des Wahlpflichtfachs Naturwissenschaft der Gesamtschule Leverkusen-Schlebusch steht das Ergebnis schon lange als Gewissheit fest: Beide, Bienen wie Bäume brauchen sich gegenseitig. Sie sind Partner seit Urzeiten. Dies in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, wurde zum Motiv, den Lehrpfad zu entwickeln.

Mobiles mit Sechsecken und Zahlen markieren seit Montag etwa 50 Bäume auf der Balkantrasse zwischen Oberer Straße und der Stadtgrenze zu Burscheid. Vier große Infotafeln erklären anschaulich alle wichtigen Informationen. Mit dem Smartphone lassen sie sich leicht abfotografieren und auf der Route immer wieder zum Nachschlagen verwenden. Für technisch versierte gibt es QR-Codes, mit deren Hilfe man die Informationen aus dem Internet heruntergeladen kann. 

Großes Lob für das Projekt gab es auch vom Oberbürgermeister Richrath.

Das Projekt „Mit Bienen in die Zukunft“ befindet sich im neunten Jahr und ermöglicht immer wieder neuen Gruppen von Schülern, sich für den wichtigen Schutz der Bienen einzusetzen, so Projektleiter Reinhold Glüsenkamp: „Der Bienen-Baumparcours zeigt deutlich, welches pädagogische Potential im Thema Bienen steckt. Es eignet sich besonders gut, Schüler für Umwelt und Nachhaltigkeit zu sensibilisieren“. Er und seine Schüler hoffen nun, dass durch den Baumparcours auch die Öffentlichkeit dem wichtigen Thema mehr Aufmerksamkeit schenkt. Für Schulklassen gibt es über den QR-Code eine besonders motivierende Variante, den Lehrpfad zu erkunden.

Das hofft auch Oberbürgermeister Uwe Richrath. Er betonte bei der feierlichen Eröffnung, dass der Schutz unserer Umwelt zentral für unser Überleben ist. Er sei vor kurzem in Israel gewesen und habe dort Landstriche gesehen, die durch Hitze und Trockenheit geprägt seien. "Es ist wichtig, dass ihr merkt, wie bedeutsam die Natur für uns ist", sagte er den anwesenden Schülerinnen und Schüler und lobte das Projekt der Gesamtschule ausdrücklich als vorbildlich. Es müsse früh gelehrt werden, was Nachhaltigkeit bedeute. „Die Biene ist durch ihre Bestäubungsleistung für unsere Ernährung ein wichtiger Faktor“, so der Oberbürgermeister. In Zukunft könne es hier Probleme geben. Noch sei das aber nicht in allen Köpfen angekommen.

Auf einer Strecke von fünf Kilometern können die Radfahrer und Wanderer der Bahntrasse nun 24 verschiedene Baumarten identifizieren und dabei erfahren, wie wichtig sie für die Bienen sind.Alleine habe man das Projekt jedoch nicht stemmen können, erläuterte Reinhold Glüsenkamp. Neben den Schülern und Lehrerkollegen und Eltern dankte er insbesondere dem NaturGut Ophoven und den Vereinsmitgliedern der Balkantrasse für ihre großartige Unterstützung und Zusammenarbeit.

GLS-Team erreichte den fünften Platz beim DHB-Schulhockey-Pokal in Mannheim

Taktikabsprache: Das Team vor dem nächsten Spiel. (Foto: Privat)

Zum ersten Mal nahm die GLS am Schulhockeypokal des Deutschen Hockey Bundes (DHB) teil. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mit einem fünften Platz im deutschlandweiten Vergleich zeigte das Schulteam aus Vereins- und Nicht-Vereinspielern bzw. -spielerinnen eine tolle Leistung. Die Veranstaltung fand Christi Himmelfahrt im Rahmen der FinalFour, der Deutschen Meisterschaften im Feldhockey, in Mannheim statt. Acht Schulteams aus ganz Deutschland kämpften bei sengender Hitze um die inoffizielle deutsche Meisterschaft im Schulhockey. Die GLS war mit insgesamt zehn Spielern und Spielerinnen der Jahrgänge 2006 und jünger vertreten. Das Team wurde extra für die Teilnahme an diesem Turnier im Vorfeld zusammengestellt. Dabei musste die Vorgabe eingehalten werden, dass nicht mehr als sechs Spieler bzw. Spielerinnen Mitglied in einem Hockeyverein sein dürfen. Dank der Kooperation mit dem RTHC, der an der GLS seit Jahren allen Kindern des fünften Jahrgangs das Hockeyspielen vermittelt, waren hier schnell vier weitere starke und motivierte SpielerInnen gefunden. Die Vorbereitung auf das Turnier fand dann auch mit Unterstützung von Anke Schliemann vom RTHC statt. Während des Turniers wurde das Team von unserer Sporthelferin und RTHC-Hockeyspielerin Martha Reissinger aus dem 8. Jahrgang gecoacht.