Kunstvolle Wortbilder als „Tür-Tattoos“

Künstler gestaltet gemeinsam mit Schülern originelle Kunstwerke auf Schul-Türen

Künstler bei der Arbeit: Alfred Prenzlow zeigt einer Schülerin, wie es geht. (Fotos: Privat)

Beim Betreten unserer Schule werden Besucher schon seit mehreren Monaten mit außergewöhnlicher Kunst konfrontiert. Künstlerisch in Form gebrachte Worte begrüßen einen direkt an den Eingangstüren zum Foyer und nicht nur hier, sondern im ganzen Schulgebäude und vor allem an den Zugängen zur Bibliothek finden sich so genannte „Tür-Tattos“. Geschaffen wurden sie im Rahmen eines ganz besonderen Projekts: Der aus Leverkusen kommende Künstler Alfred Prenzlow erstellte die originellen Tür-Kunstwerke gemeinsam mit künstlerisch begabten Schülerinnen und Schülern verschiedener Jahrgangsstufen, die sich dafür beworben hatten.

Bei der Vernissage der „Wortbilder“ wurde präsentiert, wie die nun für jeden ersichtlichen „Tür-Tattoos“ entstanden sind. Der Künstler und die Schüler erklärten bei der feierlichen Eröffnung mit Vorträgen und einem Film den zahlreich erschienen sowie interessierten Besuchern, wie das Projekt im Detail verlief. Los ging es zunächst damit, dass es Schulleiter Bruno Bermes und der Bibliothekarin Heike Schmidt gelang, den Leverkusener Künstler Alfred Prenzlow für das so genannte interdisziplinäre Literatur- und Zeichenprojekt „Transformation von Schrift- in Bildwelten“ zu gewinnen, das mit 3000 Euro vom NRW-Landesprogramm „Kultur und Schule“ gefördert wurde. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem doch recht kompliziert klingenden Projekt-Namen?

Es ging darum, dass der Künstler gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern literarische Zitate aus deren Lieblingswerken auswählte und dann diese Wort und deren Schrift neu gestaltete, so dass in den kreativen Collagen die Schrift ihre ursprüngliche Bedeutung verliert, um ein Bild zu gestalten. Die Nachwuchskünstler lernten dabei neben klassischen Zeichentechniken auch digitale Gestaltungsmethoden wie beispielsweise „Vektor-Verformung“ kennen. „Es ging darum, dass aus Zitaten Worten, aus Worten Bildern und schließlich aus Bildern Kunstwerke werden“, erklärte Prenzlow die Idee hinter dem Projekt. Danach ging es dann in aufwändiger Arbeit darum, diese künstlerischen Umsetzungen auch praktisch zu realisieren. Schulleiter Bruno Bermes freut sich nicht nur über die interessanten Ergebnisse, sondern vor allem über die Einsatzbereitschaft der teilnehmenden Schüler: „Das war ein vorbildliches Engagement, zumal die Arbeiten außerhalb der Unterrichtszeiten im Nachmittagsbereich erstellt wurden.“ Und von den Ergebnissen kann sich jeder selbst ein Bild machen, indem er einfach mit offenen Augen durch die Schule geht…