Workshops für „Bienen für eine Welt“

Benefizveranstaltung der Gesamtschule Leverkusen Schlebusch auf dem NaturGut Ophoven

Bei bester Laune wurden die Ergebnisse der einzelnen Workshops präsentiert. (Fotos: Privat)

Seit Jahren beteiligt sich das Projektteam „Mit Bienen in die Zukunft“ der Gesamtschule Schlebusch mit Aktionsständen und Bühnenauftritten an den Festen des NaturGuts. Doch dieses Mal war es anders: Unter dem Motto „Bienen für eine Welt“ veranstaltete das Projektteam selbst eine eigene Großveranstaltung auf dem NaturGut. Im Angebot waren zahlreiche Workshops und verschiedene Bühnenprogramme.

Alfred Ouoba, der afrikanische Koordinator kam dazu bereits extra zwei Tage vorher angereist. So konnte er zuvor in allen sechsten Klassen unserer Schule über die Hilfsprojekte in seinem afrikanischen Heimatland berichten und außerdem noch mit den neuen Projektschülern das gemeinsame Trommeln für den bevorstehenden Bühnenauftritt auf dem NaturGut einüben.

Am Samstag war es dann soweit. Im Zentrum aller Einzelveranstaltungen stand das vom Projekt-Team 2014 ins Leben gerufene Bienen-Hilfsprojekt in Burkina Faso. Teilnahmegebühren und Materialkosten gab es nicht, dafür erhoffte man sich Spenden, damit die sechs afrikanischen Frauen ihre bereits begonnenen imkerlichen Ausbildungen in einem Dorf in der Nähe von Fada fortsetzen können. Dass sich mit dem Verkauf von Honig Geld einnehmen lässt, haben sie mit ihren ersten kleinen Ernten im letzten Jahr bereits erfahren. Nun soll der Erfolg optimiert werden.

Den Auftakt zur Großveranstaltung machten die Schnupperkurse zum Gitarre-Spielen im Kaminzimmer der mittelalterlichen Burg. Geleitet wurden sie vom Elternvertreter des Projekts, Peter Ecker, Wolfgang Hiesdorf und dem Lehrer Heiner Kockerbeck. Wenige Schritte weiter entfernt im Hof des NaturGuts leitete der Koordinator Alfred Ouoba seinen Workshop zum afrikanischen Trommeln und die Elternvertreterin Andrea Bolz-Küster lud zur Bastelaktion „Mein Bienengarten“. Sabine Schiek, ehemalige Vereinsvorsitzende des Eine-Welt-Vereins „Horizontes“ begeisterte ihre Teilnehmer in der Küche mit kulinarischen Soja-Rezepten. Beim Projektleiter Reinhold Glüsenkamp staunten die Teilnehmer nicht schlecht und überzeugten sich davon, wie wohl sich NaturGut-Bienen auch in einem einfachen afrikanischen Bienenkasten fühlen.

Eine afrikanische Bienenwabe wurde interessierten Zuschauern präsentiert.

Die absoluten Höhepunkte der Veranstaltung bildeten die abendlichen Bühnenvorstellungen: Die beiden Seminarräume füllten sich bis auf den letzten Platz und los ging die multimediale Show rund um die regionale und globale Projektarbeit. Musikdarbietungen wechselten mit kurzen Informations-  und Bildbeiträgen. Den neuen Projektschülern ist es mit ihrem stimmungsvollen Trommeln bestens gelungen, gemeinsam mit ihrem Koordinator auf das Bienenprojekt in Afrika einzustimmen.

Jorick Siebert aus der Klasse 6g zeigte sich von Alfred Ouoba beeindruckt: „Toll, was der so drauf hat! Ich habe mich nach dem Trommeln sehr gut gefühlt, weil ich gerne für eine guten Zweck mitmache.“ Nachdem Alfred Ouoba mit vielen eindrucksvollen Bildern die bisherige Bienen- und Frauenhilfe erläuterte, übereichten ihm die Projektsprecher Anna und Benno stolz und glücklich zugleich einen Scheck in Höhe von 2.600 Euro zur Weiterfinanzierung des Bienenprojekts. Er wurde zu gleichen Teilen vom Bienenprojekt und dem Kooperationspartner Horizontes finanziert.

Zum Abschluss des ereignisreichen Aktionstages gab es am frühen Abend unter freiem Himmel das von der Band 23th of November lang ersehnte Benefizkonzert zugunsten des Bienenprojekts. Mit großer Begeisterung endete so die bisher größte Aktion in der mittlerweile achtjährigen Projektgeschichte. Für künftige Weiterfinanzierungen wurden an Spenden mehr als 725 Euro eingesammelt.

Eine Spende von 2600 Euro gab es für das Bienenprojekt.