30 Jahre Städtepartnerschaft Leverkusen-Chinandega

Vielseitiges Programm zum Jubiläum im Foyer der GLS mit zahlreichem Publikum

Jedes Jahr spendet die Karawane für die Partnerstadt Chinandega. (Fotos: Krause)

Es galt einen runden Geburtstag gebührend zu feiern: Seit 30 Jahren ist Chinandega in Nicaragua die Partnerstadt Leverkusens und man kann zu Recht behaupten, dass diese Partnerschaft eine ganz besondere ist, weil sie nicht nur auf dem Papier besteht, sondern aktiv gelebt wird. Das liegt vor allem am intensiven Engagement des Vereins „Horizontes“, der sich vor Ort für die Verbesserung der Lebensumstände einsetzt, dazu gehört neben einer Schulpatenschaft, der Sanierung der Schulgebäude und Stipendien für bedürftige Schülerinnen und Schüler auch eine Imkerpatenschaft.

Dieses Engagement für die Partnerstadt ist fest im Schulleben der GLS verankert, denn hier gibt es das „Eine-Welt-Café“, die Karawane, die Bienen-AG und natürlich die mittlerweile pensionierte, aber immer noch aktive Kollegin Sabine Schiek, die für ihren langjährigen Einsatz für Nicaragua sogar kürzlich mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Die festliche Veranstaltung bot neben Musik- und Tanzbeiträgen von Schülern und Schülerinnen viele Vorträge und Festreden. So gratulierte auch Bürgermeister Bernhard Marewski und betonte, wie wichtig diese Form der Hilfe und des Miteinanders sei.

Auch Schulleiter Bruno Bermes dankte allen Beteiligten für die sinnvolle Hilfe für die Partnergemeinde: „Denn hier geht es nicht um Almosen, um das eigene schlechte Gewissen zu beruhigen, hier geht um Hilfe zur Selbsthilfe.“ Was das konkret bedeutet, wurde den zahlreich erschienen Gästen klar, als die jeweilige Projekte und deren Arbeit im Verlaufe des Abends vorgestellt wurden. So erklärte Reinhold Glüsenkamp zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Bienen-AG, wie man mit dem Gewinn durch den Verkauf der eigenen Bienenprodukte Imker in Nicaragua unterstützt. Durch den Abend führte Heiner Kockerbeck, Vorsitzender von „Horizontes“, und sprach mit Sabine Schiek, die den Verein 2004 ins Leben rief und von den Anfängen der gemeinnützigen Arbeit erzählte.

Diese Arbeit wird auch durch Spendengelder der Karawane, dem schuleigenen Sponsorenlauf-Projekt, unterstützt. Der Eine-Welt-Kreis des Lise-Meitner-Gymnasiums berichtete mit einem interessanten wie informativen Dia-Vortrag von einer Reise von Schülern nach Nicaragua und gleichzeitig wurde an dem Abend noch eine Foto-Ausstellung über Nicaragua im Foyer eröffnet. So waren sich nach diesem Abend alle Organisatoren einig, dass es ein für alle Beteiligten gelungener Rückblick auf bereits Geleistetes war – und zugleich eine Ermutigung für den Blick nach vorne auf eine weiterhin aktive wie sinnvolle Partnerschaft.