Die BUS-Klasse in der Gesamtschule Leverkusen-Schlebusch

Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss eine Chance bieten

 

Grundansatz

Um für benachteiligte Jugendliche drohende Arbeitslosigkeit möglichst schon im Vorfeld des Übergangs von der Schule ins Berufsleben zu vermeiden und gleichzeitig deren Berufs- und Arbeitsplatzwahl zu erleichtern, gibt es an der Gesamtschule Leverkusen-Schlebusch „Betrieb und Schule – BUS“.

Schule, Jugendhilfe und Arbeitsmarktpolitik wirken dabei zusammen, um diesen Jugendlichen frühzeitig eigene Übergänge in Beruf und Arbeit zu ermöglichen.

Jugendliche mit absehbar schwierigem Schul- und Berufsverlauf werden, durch eine Kombination schulischen Lernens mit Betriebspraktika auf den Übergang in Ausbildung oder Beschäftigung vorbereitet.

Wer kann BUS nutzen? 

Benachteiligte Jugendliche im letzten Pflichtschuljahr, die die Schule - zum Teil nach mehrfacher Wiederholung einzelner Schuljahre - ohne Perspektiven für ihre berufliche Zukunft verlassen würden.

Was soll erreicht werden?

Ziel ist ein nahtloser Übergang in Ausbildung oder Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt im Anschluss an das letzte Pflichtschuljahr.

Was bringt BUS den Jugendlichen?

  • Sie erwerben grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten, die ihnen den Einstieg in das Berufsleben erleichtern.
  • Sie können den Zusammenhang zwischen beruflichen und schulischen Anforderungen besser erkennen.
  • Sie machen Erfahrungen, die zu fundierter und realistischer Berufsorientierung führen.
  • Ihre Chancen bei der Bewerbung um Ausbildungs- und Arbeitsplätze steigen.
  • Die betriebliche Praxiserfahrung trägt zur persönlichen und sozialen Stabilisierung bei.

Dabei setzt BUS insbesondere auf die Attraktivität des betrieblichen Lernortes, weil die Jugendlichen dort die konkreten Anforderungen der Arbeitswelt erleben und sich unter diesen Bedingungen erproben können. So soll die Motivation der Jugendlichen gestärkt und ein reibungsloser Übergang in Ausbildung oder Beschäftigung ermöglicht werden.

 

Was bringt BUS den Betrieben?

  • Sie können Wege gezielter Nachwuchsrekrutierung ausprobieren.
  • Sie können potenzielle Mitarbeiter über einen längeren Zeitraum erleben und klären, ob sie in den Betrieb passen.
  • Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Zukunftschancen auch von benachteiligten Jugendlichen.

Wie funktioniert BUS?

Die Jugendlichen werden von den Schulen ausgesucht und beteiligen sich freiwillig an BUS.

Der Unterricht erfolgt in besonderen Klassen an drei Wochentagen und orientiert sich an den Anforderungen des Berufslebens. An zwei Wochentagen befinden sich die Schülerinnen und Schüler im betrieblichen Praktikum unter fachlicher Anleitung. Der Rechtsstatus und der Versicherungsschutz der Schülerinnen und Schüler bleibt für die Dauer des Förderpraktikums unverändert.

Die betrieblichen Praktikumsplätze werden durch die jeweiligen Lehrkräfte unserer Schule erschlossen. Ziel ist es, die Interessen und Befähigungen der Jugendlichen mit den Beschäftigungsangeboten der Betriebe in Einklang zu bringen. Hierzu erhalten die Lehrerinnen und Lehrer vor Ort Unterstützung durch die zuständigen Kammern, die Arbeitsverwaltung, die Jugendhilfe sowie andere geeignete Organisationen.

Während der betrieblichen Praxisphasen sind die Lehrkräfte Ansprechpartner für die Betriebe. Träger der Jugendhilfe können ergänzend für die Begleitung der Jugendlichen gewonnen werden.

Nach Ablauf des Schuljahres halten die Lehrkräfte noch weitere sechs Monate Kontakt zu den Jugendlichen, um deren beruflichen und persönlichen Werdegang zu begleiten und zu unterstützen.

 Die Betriebe, die im Rahmen von BUS einen Jahrespraktikumsplatz zur Verfügung stellen, erhalten für den damit verbundenen zusätzlichen Aufwand über den Westdeutschen Handwerkskammertag in Düsseldorf einen Zuschuss in Höhe von 1.000,- EUR (500,- pro Halbjahr). Diese Mittel werden vom Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union zur Verfügung gestellt.

Die Umsetzung von Betrieb und Schule - BUS vollzieht sich in enger Kooperation zwischen der Gesamtschule Leverkusen-Schlebusch, den Praktikumsbetrieben, der Landesgewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks e.V. (LGH), der Stiftung Partner für Schule NRW, der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH (G.I.B.) und der Landesregierung.

Flyer zum download (pdf-Datei)